Tach auch,

DRM Alpentour '99 - die 2. Woche

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Samstag 4.9 - Tag der Verlegung

Der Tag fing schon nicht gut an, schon im Schlafsack liegend

höre ich draußen den Regen prasseln. Naja, der Bungalow muß noch

geputzt werden, ich muß noch packen, also aufstehen. Blick nach

draußen - es regnet zwar gerade nicht, aber alles ist naß und der

Himmel sieht nicht nach Besserung aus. Eben zusammengepackt, schnell

noch was gefrühstückt und nachdem die Desert, Andreas und Jörg dann

auch alles gepackt hatten den Bungalow gereinigt. Thomas Dott, Sandra

und Tore brechen derweil schon nach Hause auf.

Trotz der nassen Straßen fahren Andreas, Toscha, Frau Kohrs und ich

noch über den Mt. Bondone, während der Rest der Gruppe den einfacheren

Weg über die Hauptstraßen zum Passo di Groce Domini wählt. Reinhard

entschließt sich fast ganz auf Pässe zu verzichten und fährt die ganze

Strecke zum Comer See über Hauptstraßen. Nur den Passo Tonale konnte

er nicht umgehen, war dann natürlich auch als erster in Sorico. Mt

Bondone macht im Regen nicht halb soviel Spaß wie bei trockener

Strecke, trotzdem brennen wir auf dem Weg zum Gipfel noch eine Gruppe

Italiener her, die offensichtlich einen Fahrerlehrgang absolvieren.

Bei der Anfahrt zum Groce Domini verliere ich irgendwann Andreas und

Toscha während eines Überholmanövers. Matthias kommt mit der SR auch

nicht an den Dosen vorbei. Irgendwann laufe ich dann auf MTL auf und

treffe dann 2km vor der Passhöhe auf den Rest der Gruppe. Frau Kohrs

hat sich verfahren und taucht 10 Minuten später auf. Allerdings wird

Philip Florschütz vermißt und Jörg Schäller, der zurück gefahren ist

um ihn zu suchen. Im Restaurant sind wir dann erst mal mit der ganzen

Meute einfahren und haben uns aufgewärmt. Nachricht von Philip auf

Elwu's Voicebox : er hatte die Schnauze voll vom schlechten Wetter und

ist nach Hause gefahren. Jörg taucht dann etwa 1h nach uns in der

Gaststätte auf und nachdem er sich auch etwas aufgewärmt hat geht die

Fahrt weiter Richtung Lago di Como. Da keiner so richtig Lust auf noch

mehr Pässe hatte sind alle den direkten Weg gefahren. Kurz vor Sorico

gab es dann noch mal Verwirrung, weil Sabine nicht mehr auftauchte.

Andreas, FL und MTL sind dann noch mal los um sie zu suchen, während

wir schon zum Campingplatz weiter gefahren sind. Da trafen wir dann

Kay, Martin Ostermann und Martin Froschauer und es gab erst mal

Verwirrung, weil die Reservierung anscheinend ungültig war oder

so (Elwu?). Naja, schlußendlich hatten dann aber alle einen

Schlafplatz und waren zufrieden. Sabine tauchte auch noch auf, sie war

irgendwo falsch abgebogen und auf einer anderen Straße nach Sorico

gefahren. Später kam dann auch noch Lars Dröge dazu, dem das Wetter

auf der Anfahrt gar übel mitgespielt hatte. Kay, Olaf, Elwu, Martin

Osterman, Reinhard und ich bekamen den größten Bungalow, der

eigentlich schon mehr eine große ETW war. Dazu gehört auch eine große

Terrasse, auf der dann jeden Abend größere Mengen Alkohol vernichtet

wurden.

Sonntag 5.9

Der größte Teil der Gruppe machte diesen Sonnentag zum Ruhetag. Toscha

macht sich auf den Weg nach Hause. Elwu testete schon mal den Grip der

Straße rauf zum Splügenpass und FL ging auf Foto-Safari. Abends dann

wie immer erst mal Verwirrung stiften in der Pizzeria und Vernichtung

von Alkohol aller Art. Kay lud noch unsere Nachbarinnen auf einen

Rotwein ein und 2/3 von ihnen kamen sogar. ;-) Wegen der geplanten

Stahlarschtour am Montag bin ich früh ins Bett und habe nicht mehr

alles mitbekommen...

Montag 10.9 - Stahlarschtour

Olaf weckt mich um kurz nach 6:00. Die Sonne ist noch nicht

aufgegangen, die Augen wollen nicht so recht aufgehen aber es muß

gehen - rein ins Leder und auf geht's. Andreas Portz, Olaf und ich

wollen die von Marc Lüthi erdachte DRM-Stahlarschtour fahren. Wir

fahren Lugano, Mt. Ceneri, Centovalli, Domodossola, Simplonpass,

Grimselpass, Sustenpass, Göschenenschlucht, Furkapass, Nufenenpass,

St. Gotthard (Tremola), Oberalppass, Lukmanierpass, San Bernadino und

Splügenpass. Gegen 20:30 sind wir zurück am Campingplatz und mein

F*hrradtacho sagt 706,04km in 10:48:16 reiner Fahrzeit, was einen

Schnitt von 65,33 km/h entspricht. Extreme Tourenschwuchteling at it's

best. Elwu wollte die Strecke im umgekehrter Richtung fahren, was er

aber wegen dem schlechten Wetter in Richtung Splügen abbricht. Auf dem

Weg nach Lugano verpaßt er die Abfahrt und landet in Como. Er bricht

den Versuch die Stahlarschtour zu fahren dann ab und kehrt zum

Campingplatz zurück. Später treffen wir ihn dann zusammen mit Lars,

Jörg und MTL in Andermatt. Sie fuhren Splügen, San Bernadino,

Lukmanierpass, Oberalppass und St. Gotthard. Lars lies es sich

unterwegs nicht nehmen auch die bisher nicht verkratzte Seite der

Diversion zu entjungfern, indem er in einer Kehre geschickt in den

Leerlauf schaltete und mangels Vortrieb einfach umfiel. Desert, Kay

und Martin O. fahren Splügen, Oberalppass, Sustenpass, Grimselpass,

San Bernadino und Splügen. Frau Kohrs machte sich (mal wieder) auf den

Weg um die Schaltung der SR irgendwie wieder gangbar zu machen, Thomas

Filzen besorgte sich einen neuen Ölfilter für die tropfende Sevenfifty

und montierte diesen auch ohne größere Umweltverschmutzungen zu

verursachen - unwürdig sowas! Pech für Martin F. : bei einer Tour mit

FL versagt die Kupplung der VFR800 völlig den Dienst und weigert sich

einen Kraftschluß herzustellen. Da der nächstgelegene Honda Händler

sich in keiner Weise zuständig fühlte mußte die VFR erst mal an Ort

und Stelle stehen bleiben.

Dienstag 7.9

Thomas Filzen verläßt uns. Desert, Andreas P., Elwu, Martin O., MTL

und ich fahren Passo di St. Marco, irgendwas dazwischen, Passo Vivione

(da rauf wäre ich am liebsten Abgestiegen und mit dem Rücken zur Wand

die Straße rauf gelaufen, 2m breit und ohne Leitplanke, obwohl es an

der Kante etwa 5000m senkrecht nach unten ging). Elwu teilte meine

Meinung. ;-) Weiter ging es über den Passo Bernina nach St. Moritz, wo

sich Andreas Portz von uns trennte und gegen 19:00 den Weg nach Hause

unter die Räder nahm. Desert hatte schon auf den St. Marco geklärt,

ob die Firma noch einen Tag ohne ihn auskommt und sich entschlossen

doch noch nicht nach Hause zu fahren. Wir fuhren weiter über den Passo

Maloia zurück zum Comer See. Lars und Matthias fuhren ebenfall Passo

di St. Marco und dann das Val Teleggio. Die Schaltung der SR machte

dann zum wiederholten mal Ärger und Matthias konnte noch einmal

schalten. Die Strecke bis zur nächsten Werkstatt fuhr er dann im

dritten Gang. Und so wie ich das verstanden habe ging es da noch durch

einige Kehren. Sabine und Reinhard fuhren über den Splügen nach

St. Moritz und dann über den Maloia nach Sorico. Die VFR hatte in der

Zwischenzeit eine neue Kupplung verpasst bekommen und bewegte sich

wieder aus eigener Kraft. Honda Italien weigerte sich aber die

Kupplung auf Garantie zu ersetzen, das wird wohl noch ein Nachspiel

haben (Martin, halt uns auf dem laufenden!)

Mittwoch 8.9

Nach 1100km in 2 Tagen tat mir der (Stahl)Arsch dann doch weh, ich

blieb auf dem Campingplatz und ließ mir die Sonne auf den Bauch

scheinen. Auch Frau Kohrs, Martin F., Jörg und Elwu genossen das

schöne Wetter auf dem Campingplatz. Desert fährt heim. Reinhard,

Sabine und Martin O. fahren über Splügen und San Bernadino nach Lugano

und von da aus zurück nach Sorico. Olaf erkundet die Täler in Richtung

San Bernadino. FL und Lars fahren noch mal St. Marco, Passo de la

Crocerta, Passo de la Presolana, Passo Vivione, Montirolio,

Stilfser Joch, Ofenpass, Livigno, Bernina und Maloia. Martin O.

brauchte neue Pellen für seine C4 (woher kenn' ich das bloß?) und

konnte in Lugano auch welche bestellen. Philip Florschütz hat eine

Erkältung überstanden, die ihm die Regenfahrt am Samstag beschert

hatte und er taucht Nachmittags in Sorico auf. Als Entschädigung für

sein Verschwinden ohne Bescheid zu geben am Samstag besorgt er erst

mal Alkohol. Kay und Jörg sorgen sich rührend um das Wohl der DRM'ler

und kochen Abends für alle Mann. *Lecker*

Donnerstag 9.9 - Stahlarschtour extra

Elwu, Matthias, MTL und Lars toppen die Stahlarschtour. Zwar nicht was

die Kilometer angeht, aber sie fahren mehr Pässe als wir am Montag :

Maloia, Julierpass, Flüelapass (?), Ofenpass, Stilfser Joch, Foscagno,

Forcola, Bernina, Albola, Lukmanierpass, San Bernadino und

Splügenpass. Martin O. und Martin F. kürzen etwas ab und schenken sich

Lukmanier und San Bernadino. Ergebnis der Tour : 696 km in 10:42h -

Schnitt 65 km/h. Applaus für die Edelstahlärsche. FL, Kay und ich

fahren Maloia in Richtung Ofenpass, wir biegen aber wegen Spritmangel

durch den Tunnel in Richtung Livigno ab. FL deckt sich hier erst mal

mit Whiskey der edleren Sorte ein, ich besorge Kippen. Dann fahre ich

vor, weil ich das Stilfser Joch auf der Ostseite hochfahren will und

fahre dazu erst mal die Westrampe rauf, biege dann kurz vor der

Passhöhe auf den Passo Umbrail ab und fahre dann die kleine Runde

zum Anfang der Ostrampe. Dann 48 Kehren rauf bis auf 2.600m Höhe.

*SABBER* Unterwegs eine FZR600 hergebrannt, die auch noch Foto- und

Zigarettenpause auf dem Gipfel noch nicht auftauchte. Oben erwarteten

mich Kay und FL und wir fuhren die Westrampe wieder runter als hinter

Kay auf einmal eine ZX9-R auftauchte. Kay winkt sie vorbei aber von

einer Ninja mit Sozius und Gepäck wollte ich mich dann doch nicht

herbrennen lassen - Messer zwischen die Zähne geklemmt und ab dafür,

habe ich sie den ganzen Pass runter gejagt. Überholen konnte ich zwar

nicht, aber weg ist er auch nicht gekommen *Hehe*. FL wollte wegen der

leicht erhöhten Menge an Alkohol im Gepäck nicht nochmal zurück

durch die Schweiz und nahm den Weg über die italenischen Hauptstraßen,

während Kay und ich noch mal nach Livigno fuhren um billigen Sprit zu

bunkern. Über Bernina und Maloia ging's dann nach Hause.

Sabine und Reinhard Brexel verliessen uns morgens.

Freitag 10.9

Hm, ich habe nicht viele Aufzeichnungen von diesem Tag...die ganze

Zeit auf der Faulen Haut gelegen und nicht Mopped gefahren. Kay ist an

dem Tag nach Hause gefahren. Dafür reiste eine andere Gruppe

Motorradfahrer an, von der sich bald herrausstellte, daß es sich um

die 'Blue Knights' handelte, ein Motorradclub dem nur Polizisten

angehören. In der örtlichen Pizzeria traf man sie dann auch beim

Abendessen. Mit einem zünftigen 'GIIIIIB GAAAAAS...' machten wir erst

mal klar, wer hier die Herren am Platz waren. ;-)

Martin O. machte dann den Versuch sich anzubiedern, indem er lautstark

nach einem Profiltiefenmesser fragte, was auf unserer Seite natürlich

zu heftigstem Gelächter führte. Elwu lud dann die Knights auf ein

Bierchen zu uns ein und sie kamen wirklich. Ich hab's aber wegen

Abschwächeln meinerseits nicht mehr mitbekommen. Frau Kohrs ist aber

wohl extra nochmal aufgestanden um die Begegnung Elwu-Fan Club

Grün-Weiß nicht zu verpassen.

Vielleicht kann Elwu ja mal posten, was da so gelaufen ist.

Samstag 11.9 - Abfahrt

Wieder weckt mich Olaf recht früh, wir wollen wenigstens bis

Deutschland zusammen fahren. Packen, Frühstücken, putzen, abfahrt

gegen 8:30. Über den Splügenpass und dann durch die Täler der Schweiz

bis Bregenz, kurzes Stück durch Österreich und wir sind wieder in

Deutschland. Irgendwo da hat uns Elwu eingeholt, keine Ahnung, wie er

das geschafft hat. Bis Pforzheim bin ich mit Olaf zusammen gefahren,

dann haben wir uns getrennt, weil Olaf noch bis Dortmund durch fahren

wollte, ich aber lieber noch mal bei Mr. Megafete Station gemacht

habe. Über irgendwelche Bundesstraßen bin ich dann nach Worms, wo mich

Kay mit Pasta und Rotwein verwöhnte. ;-)

Sonntag 12.9 - Endgültig Heim

Was soll ich sagen, ich bin halt wie ein Irrer nach Hause gebraten um

den Zieleinlauf von Heinz-Harald doch noch zu verpassen *shit*.

Wer Verbesserungen hat soll sie anbringen, wer Rechtschreibfehler

findet darf sie behalten und das nächste mal macht wer anders den

Schreiber.

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/| - / extreme tourenschwuchteling[TM] & sonntagscrossing - WTS#16

(: 0< >/ V.Bosseler,Aachen,Germany - bossi at kawo2.rwth-aachen.de

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