Calafat 2000

Hier ein kurzer Bericht von den Michelin-Testtagen in Calafat, die dieses Jahr traditionell über Fastnacht stattfanden. Mit vollgepacktem Bus inkl. Hänger sind wir in ca. 15 Stunden und absolut verbotener Geschwindigkeit Freitag Abends um 22 Uhr losgedüst und kamen Samstag nachmittags im sonnigen, 20 Grad warmen Calafat an. Leider hatte mich unterwegs der Killervirus erwischt, so daß ich Sonntags erst mal antibiotikaschluckend auf dem Dach unseres Luxusbungalows in der Sonne verbrachte.  Montags dann das erste Mal zur Rennstrecke. Ziemlich gemischtes Publikum zwischen Rennstrecken-Jungfrau (z.B. ich) und professionellen Rennfahrern (Kutti, Tschescho, Hofmann uvm.) mit entsprechendem Equipment in den Boxen. Es gab sogar eine kurze Einweisung: es gibt nur eine Flagge, die rote. Spiegel abschrauben ist besser für die Nerven. Immer auf der richtigen Seite des Limits bleiben. Das wars, Vollgas :-)
Erste zögerliche schwuchtelige Runden auf dem Kurs. Feststellung: Ich bin ein Wurm :-) Drei Tage hatten wir den Kurs und ich bin immer nur so ca. 10 Runden am Stück gefahren, dann eine Pause. Hätte nicht gedacht, daß es doch irgendwie so anstrengend ist, ähem. Im Laufe der drei Tage, die wir auf dem Ring waren, erfuhr ich folgende Erkenntnisse:

- Ringfahren ist geil, besonders das Herbrennen :-)
- das notwendig gewordene Umsetzen und Hang-off bringt guten Muskelkater in den
   Oberschenkeln, macht aber jede Menge Spaß.
- es geht immer noch schräger und schneller durch die Kurven
- die meisten kriegt man auf der Bremse
- der Pilot Sport ist ein geiler Reifen, nicht zu vergleichen mit dem BT 56, auch und gerade
   auf der Rennstrecke
- Meine beiden Ziele für das erste Mal auf der Rennstrecke habe ich erreicht und tierisch
   genossen: Rechts und Links auf die Knie ;-)
- Am dritten Vormittag unter 1:50 gefahren und dank Konkurrenz auf der Strecke gleich
  1:47 *freu*
- Wenn man die Guzzi richtig scheucht, säuft sie wie ein Loch ;-)
- Öhlins rulez!
- Man wird schnell gierig. Ich glaube wenn das Training nicht vorbei gewesen wäre, hätte
   ich mich noch auf die Nase gelegt.

Trotz Guzzi hatte ich nur einen Defekt: Der sch**ss-Motortemperatursensor. Der hat schon auf der Alpentour für Ärger gesorgt. Zum Glück war der Außenlufttemp.-Sensor noch ok und durch Tausch der beiden konnte der Adler wieder fliegen.

Der Kurs in Calafat macht irre Spaß, ist extrem kurvenreich. Zusammen mit dem sommerlichen Wetter war es das auf jeden Fall wert. Mehr!

Unsere beiden Busse vollgepackt mit Hänger
rechts unsere Bungalow-Anlage
Ausblick vom Balkon
Die Boxengasse. Die Dächer der Boxen waren begehbar, ganz nett für die Übersicht.
Die Italogruppe vor der Box
Kutti, Jens und Heike an der Rennmaschine
übliche Gelage
kleiner Ausflug im kleinen Kreis